Quotenkonsolidierung

Quotenkonsolidierung

Sog. Gemeinschaftsunternehmen können gemäß § 310 Abs. 1 HGB wahlweise nach der Methode der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden. Werden Gemeinschaftsunternehmen nicht nach der Methode der Quotenkonsolidierung abgebildet, so sind die Beteiligungen an solchen Unternehmen i.d.R. nach der Equity Methode zu bewerten. Die Methode der Quotenkonsolidierung ist nur dann anzuwenden, wenn ein Konzernabschluss aufzustellen ist. Dazu muss ein Mutterunternehmen mindestens ein Tochterunternehmen haben. D.h., hat ein Unternehmen kein Tochterunternehmen, aber Anteile an einem oder mehreren Gemeinschaftsunternehmen, so ist kein Konzernabschluss aufzustellen und folglich auch nicht die Methode der Quotenkonsolidierung anzuwenden.

Die Quotenkonsolidierung ist eine Methode der anteilmäßigen Konsolidierung, bei deren Anwendung gemäß § 310 Abs. 2 HGB die Vorschriften für die Vollkonsolidierung von Tochterunternehmen entsprechend anzuwenden sind (siehe auch Konzernabschluss). Der Unterschied zwischen der Quotenkonsolidierung und der Vollkonsolidierung besteht darin, dass bei Anwendung der Methode der Quotenkonsolidierung die Vermögenswerte und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen des Gemeinschaftsunternehmens nur entsprechend der Beteiligungsquote des Konzerns in den Konzernabschluss einzubeziehen und sämtliche Konsolidierungen nur anteilmäßig durchzuführen sind. Folglich sind Gemeinschaftsunternehmen nur mit der Quotenbilanz und der Quoten-GuV in den Summenabschluss einzubeziehen. Dadurch werden bezogen auf die betreffenden Gemeinschaftsunternehmen in der Konzernbilanz und in der Konzern-GuV keine direkten Fremdanteile am Kapital bzw. am Ergebnis ausgewiesen. Es können allerdings auch bei Anwendung der Methode der Quotenkonsolidierung indirekte Fremdanteile auszuweisen sein, wenn die Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen nicht vom Mutterunternehmen des Konzerns, sondern von einem Tochterunternehmen gehalten wird.

Auch in den IFRS Konzernabschluss können Gemeinschaftsunternehmen wahlweise nach der Methode der Quotenkonsolidierung einbezogen werden.

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